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DFG fördert 14 neue Graduiertenkollegs
Die Antragszahlen für die Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) haben sich innerhalb der letzten zwei Jahre verdreifacht. Nachdem zur Frühjahrssitzung 37 von 70 Neuanträgen positiv begutachtet worden waren, wählte der zuständige Bewilligungsausschuss am 22. April 2005 14 Projekte zur Förderung aus. Für die kommende Bewilligungsrunde liegen sogar 98 Neuanträge vor.
Der rasante Anstieg der Antragszahlen ist zum einen auf die hohe Attraktivität des DFG-Förderprogramms zurückzuführen; damit zeigt die Neuausrichtung dieses Förderinstruments aus dem Jahre 2003 Wirkung. Zum anderen sind dafür wissenschaftspolitische Gründe ausschlaggebend. So stellen sich die Universitäten mit der Einrichtung von Graduiertenkollegs auf den Bologna-Prozess zur europaweiten Vergleichbarkeit der Promotionen ein. Außerdem führt das veränderte Selbstverständnis der Universitäten als Forschungsuniversitäten zur Einrichtung von Graduiertenzentren, für die Graduiertenkollegs wichtige Bausteine sind. Auch besteht noch keine alternative Fördermöglichkeit zu DFG-Graduiertenkollegs. Sie ist aber innerhalb der seit anderthalb Jahren angekündigten und zwischen Bund und Ländern noch umstrittenen Exzellenzinitiative vorgesehen.
Derzeit fördert die DFG insgesamt 269 Graduiertenkollegs, darunter 38 internationale. Für das Programm Graduiertenkollegs wendet die DFG im Jahr 2005 rund 72 Millionen Euro auf.