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Nationallizenzen für Datenbanken: DFG-Förderinitiative ermöglicht bundesweiten Zugang zu digitalen Textsammlungen
Mit der Förderung des Erwerbs von Nationallizenzen für digitale Text- und Werkausgaben schließt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Lücke in der wissenschaftlichen Literaturversorgung: Ab Mai 2005 haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende in Deutschland unabhängig von der Zugehörigkeit zu einem Hochschulcampus Zugriff auf 18 große digitale Textsammlungen und Fachdatenbanken bekannter internationaler Wissenschaftsverlage. Die Lizenzen wurden für abgeschlossene Sammlungen erworben und stellen vor allem für die Geistes- und Sozialwissenschaften eine wichtige Forschungsressource dar.
Durch die mit rund 5,9 Millionen Euro erworbenen Datenrechte wird nun deutschlandweit der Online-Zugang zu unterschiedlichen Textsammlungen ermöglicht. Darunter befinden sich umfassende Sammlungen wie "Early English Books Online" oder "The Eighteenth Century Collection Online", die mit mehreren hunderttausend digitalisierten Büchern weitgehend die englischsprachigen Publikationen der Frühen Neuzeit umfassen und eine erstklassige Ressource für die anglistische Forschung in Deutschland darstellen. Als bibliographische Datenbank stellt der "Periodicals Contents Index" über 14 Millionen Nachweise aus 4.600 geistes- und sozialwissenschaftlichen Zeitschriften der Jahre 1770 bis 1995 zur Verfügung. Für die historische und politikwissenschaftliche Forschung wichtig ist die "Comintern Online Datenbank", gemeinsam mit dem "Declassified Documents Reference System" und den "National Security Archives".
Ansprechpartner bei der DFG ist Dr. Ralf Goebel, DFG, Bereich Wissenschaftliche Informa-tionssysteme, Tel.: 0228-885-2358. E-Mail: Ralf.Goebel.mail.dfg.de.