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Deutsche Forschungsgemeinschaft legt Jahresbericht 2004 vor
Für die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stand das Jahr 2004 ganz im Zeichen der Innovation. Grundlegende Neuerungen bei den Förderprogrammen erhöhten deren Attraktivität. Gleichzeitig forcierte die DFG ihr Engagement auch im europäischen Bereich.
Als Beispiele für Modernisierungen im Bereich der Förderprogramme nennt DFG-Präsident Professor Ernst-Ludwig Winnacker in seinem Vorwort die 2004 vollzogene Weiterentwicklung der Sonderforschungsbereiche, bei denen das Auswahlverfahren durch die Einführung einer Panelbegutachtung wesentlich verkürzt werden konnte. Eine Neuausrichtung erfuhr auch das Schwerpunktprogramm. Hier wird bei der Bewilligung nun mehr Wert auf eine deutschlandweite Vernetzung der Forschungsvorhaben gelegt. Zudem wurde 2004 die Altersgrenze beim Emmy Noether-Programm abgeschafft.
Die Veränderungen bei den Graduiertenkollegs, die eine stärkere thematische Eingrenzung, bessere finanzielle Ausstattung sowie eine verstärkte Internationalisierung vorsehen, wurden ebenfalls spürbar: Sie führten zu einer Steigerung der Antragszahlen um rund 50 Prozent. 2004 wurden auch erstmals ein deutsch-chinesisches und sechs deutsch-französische Graduiertenkollegs eingerichtet.
Insgesamt beliefen sich die Einnahmen der DFG im vergangenen Jahr auf 1,307 Milliarden Euro. Davon kamen 58,0 Prozent vom Bund, 41,7 Prozent von den Ländern und 0,3 Prozent aus Stiftungen und sonstigen privaten Zuwendungen. Von diesem Geld konnten unter anderem 9 163 Wissenschaftlerstellen, 8 823 halbe Stellen für Wissenschaftler, 3 731 Doktoranden- sowie 1 037 Postdoktorandenstipendien finanziert werden. Die DFG bearbeitete im Jahr 2004 in der Allgemeinen Forschungsförderung insgesamt 15 173 Anträge. Davon wurden 7 840 Anträge mit einem Gesamtvolumen von 785,6 Millionen Euro bewilligt.
Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG
Dr. Eva-Maria Streier
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