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Franckesche Stiftung: Liselotte-Kirchner Stipendien
Das Stipendienprogramm ist für Forschungen in den Franckeschen Stiftungen bestimmt. Es dient der Erweiterung und Vertiefung der Wissensbestände zu ihrer Geschichte vom 17. bis zum 20. Jahrhundert sowie zur Formulierung neuer Forschungsfragen. Im Zentrum steht dabei die Nutzung der handschriftlichen und gedruckten Quellen in Archiv und Bibliothek der Stiftungen.
Die im Folgenden genannten Schwerpunkte bieten eine Auswahl an Themen von besonderem Interesse. Jedoch sind auch darüber hinausgehende Forschungsfragen willkommen.
- Frömmigkeit, Wissenschaft und Medialität vom 17. bis zum 19. Jahrhundert
- Kulturtransfer und Kulturkontakte in Europa und mit der außereuropäischen Welt
- Politik-, Sozial- und Kommunikationsgeschichte im 18. Jahrhundert
- Protestantische Frömmigkeitsbewegungen und Glaubenspraxis
- Materielle Kultur und die Geschichte frühmusealer Sammlungen
- Erinnerungskultur, Rezeptionsgeschichte, Imagebildung
- die Glauchaschen Anstalten im 17. und 18. Jahrhundert
- die Franckeschen Stiftungen im 19. Jahrhundert und in der Zeitgeschichte
- Verlag und Bibliothek der Stiftungen, Buchgeschichte
- Schul- und Bildungsgeschichte
- Architektur- und Kunstgeschichte
- wirtschaftliche Grundlagen und Verwaltungsgeschichte
- Medizin- und Pharmaziegeschichte
- Musikgeschichte und Liedkultur
Folgende Stipendien werden vergeben:
- Dreimonatige Stipendien zu 1.800 EUR pro Monat für etablierte WissenschaftlerInnen aus dem In- und Ausland.
- Dreimonatige Stipendien für NachwuchswissenschaftlerInnen zu 1.100 EUR pro Monat. NachwuchswissenschaftlerInnen aus dem außereuropäischen Ausland haben zudem die Möglichkeit, Reisekosten in Höhe von bis zu 400 EUR auf Antrag erstattet zu bekommen.
(Die Summen schliessen jeweils alle Nebenkosten, wie Übernachtungen, Reisen, Versicherungen, Arbeitsmaterial etc. ein.)
Die Stipendien sind mit einer Residenzpflicht in Halle und einem wissenschaftlichen Vortrag sowie einem kurzen Abschlussbericht zu den Forschungen im Rahmen des Stipendiums verbunden. BewerberInnen werden gebeten, ihrem formlosen Antrag folgende Unterlagen beizufügen:
- Curriculum vitae
- Publikationsliste
- Eine kurze Projektskizze von drei bis maximal fünf Seiten mit einer Begründung, warum zur Durchführung des Arbeitsvorhabens der Aufenthalt am Standort Franckesche Stiftungen notwendig und wie dieses in die aktuelle Forschungslandschaft eingebettet ist
- Mindestens ein Empfehlungsschreiben
Anträge auf Stipendien müssen bis zum 31. Oktober des jeweiligen Jahres vollständig eingegangen sein. Eine Bewerbung per Mail (als PDF-Anhang) ist ausdrücklich erwünscht. Die Auswahl erfolgt zeitnah nach diesem Stichtag. Die erfolgreichen Kandidatinnen und Kandidaten haben die Möglichkeit, ihr Stipendium innerhalb eines Jahres, bis zum 30. November des jeweils folgenden Jahres, anzutreten.
Anträge auf Stipendien können formlos an folgende Adresse gerichtet werden:
Franckesche Stiftungen
Prof. Dr. Holger Zaunstöck
Franckeplatz 1, Haus 37
D-06110 Halle (Saale)
zaunstoeck(at)francke-halle.de
www.francke-halle.de