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BMBF: Deutschland/China - Biomaterialien
Das BMBF fördert deutsch-chinesische Kooperationen in industriegeführten Verbundprojekten nach dem 2+2-Modell im Bereich Biomaterialien.
Gefördert werden industriegeführte, vorwettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungs-Verbundprojekte, die sich im Rahmen der Ausschreibungen mit Partnern in der Volksrepublik China zu bilateralen Kooperationen zusammenschließen. Eine Beteiligung akademischer bzw. klinischer Partner ist darüber hinaus erforderlich ("2+2"). Die Verbünde bestehen aufgrund der oben genannten Bedingungen aus mindestens vier Partnern, mindestens einem Partner aus der Industrie sowie mindestens einem Partner aus der Forschung im jeweiligen Land.
Gegenstand der Förderung sind daher Vorhaben, in denen die Funktionalisierung von Biomaterialien signifikante Verbesserungen in der klinischen Anwendung/Effektivität erwarten lassen. Insbesondere bisher unzureichende oder komplikationsreiche Anwendungen bestehender Biomaterialien sind zu adressieren, um dadurch deren therapeutisches Potenzial zum Nutzen von Patientinnen und Patienten besser auszuschöpfen.
Die Funktionalisierung der Biomaterialien kann auf folgende Eigenschaften abzielen (Beispiele):
* Biokompatibilität, Hämokompatibilität,
* antiinflammatorisch, antibakteriell,
* immunmodulierend, proliferationsbeeinflussend (antiproliferativ/proliferationsstimulierend),
* Biodegradierbarkeit,
* Biomechanik.
Anwendungsbereiche (beispielhaft):
* Bewegungsapparat und Prothetik
* Knochen (artifizielle Gelenke, Wirbelsäule, Knochenfüller, Schrauben, Platten),
* dentale und orofaziale Materialien,
* kardiovaskulärer Bereich,
* Haut (Hautdurchleitungen, Wundauflagen),
+ Implantate im Bereich Auge und Ohr (Cochlea-Implantate, Augenlinsen, Kontaktlinsen),
* Nervensystem (Nervenleitschienen, Neuroprothesen),
* Wirkstofffreisetzung (Drug-Release).
Zweistufiges Förderverfahren. Die Vorlagefrist für Skizzen endet am 15. März 2018.