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Schwerpunktprogramm 1209 "Die hellenistische Polis als Lebensform. Urbane Strukturen und bürgerliche Identität zwischen Tradition und Wandel"
Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung des Schwerpunktprogramms "Die hellenistische Polis als Lebensform. Urbane Strukturen und bürgerliche Identität zwischen Tradition und Wandel" beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen.
Ziel ist es, die Entwicklung der hellenistischen Polis nicht, wie bislang üblich, als statisches Gebilde zu untersuchen, sondern in einer veränderten Sichtweise als eine bürgerliche Organisationsform zu betrachten, die mittels sich wandelnder politischer, sozialer und religiöser Ordnungssysteme immer wieder ein Maximum an Selbstbestimmung, Interessenausgleich und innerer Stabilität anstrebte und von der Anpassung an veränderte äußere Rahmenbedingungen geprägt gewesen ist. Anders als bisher soll dabei das 4. Jahrhundert v. Chr., besonders aber die hellenistische Zeit, nicht mehr als Epoche des Niedergangs der in klassischer Zeit blühenden Polis begriffen werden. Vielmehr soll angesichts der Fülle neuer Polisgründungen und der immensen Ausbreitung griechischer Stadtkultur im Hellenismus untersucht werden, welche Anpassungsphänomene zum nachhaltigen Erfolg der Polis in dieser Zeit geführt haben.
Anträge für die erste zweijährige Förderperiode sind in achtfacher Ausfertigung bis zum 15. Oktober 2005 unter dem Kennwort "SPP 1209/1" bei der Geschäftsstelle der DFG einzureichen. Hinweise zur Antragstellung erteilt Dr. Hans-Dieter Bienert, Tel.: 0228/885-2246, E-Mail: Hans-Dieter.Bienert.mail.dfg.de. Fachlicher Koordinator ist Prof. Dr. Martin Zimmermann, LMU München, Historisches Seminar - Abteilung Alte Geschichte Tel.: 089/2180-5385, E-Mail: Martin.Zimmermann.mail.lrz.uni-muenchen.de.