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VolkswagenStiftung legt Jahresbericht 2005 vor
91,8 Millionen Euro hat die VolkswagenStiftung im Jahr 2005 wissenschaftlichen Einrichtungen im In- und Ausland insgesamt zur Verfügung gestellt – gemäß ihrem Auftrag, Wissenschaft und Technik in Forschung und Lehre zu fördern. Dabei gingen die 50,7 Millionen Euro „Allgemeine Fördermittel“ zu jeweils 31 Prozent an die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften beziehungsweise an die Naturwissenschaften/Mathematik. Rund 21 Prozent kamen den Biowissenschaften einschließlich der Medizin zu Gute und gut neun Prozent den Ingenieurwissenschaften.
Auch im Jahr 2005 war die grenzüberschreitende Wissenschaftsförderung ein wichtiges Ziel der VolkswagenStiftung. So wurden an ausländische Einrichtungen, an deutsche Einrichtungen im Ausland sowie zu Gunsten ausländischer Kooperationspartner im Rahmen von Inlandsbewilligungen für 104 Projekte 6,8 Millionen Euro (gegenüber 4,9 Millionen Euro im Jahr 2004) vergeben. Beispielhaft für das Engagement der Stiftung im Ausland sind die Förderinitiativen zur Region Mittelasien/Kaukasus, zum sub-saharischen Afrika und zur Dokumentation bedrohter Sprachen.
Das Investieren in herausragende Wissenschaftler ist zentrales Element moderner Forschungsförderung. Diesen Weg geht die VolkswagenStiftung auch bei ihrer Anfang 2005 eingerichteten Förderinitiative „Pro Geisteswissenschaften“, an der drei weitere große private Förderorganisationen beteiligt sind.
Die Initiative „Pro Geisteswissenschaften“ umfasst drei Komponenten: die Dilthey-Fellowships für den hoch qualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs in den Geisteswissenschaften; mit „opus magnum“ ein Freistellungsangebot – bei gleichzeitiger Lehrvertretung – für herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die ein größeres wissenschaftliches Werk verfassen möchten, sowie ein Veranstaltungsprogramm „Geisteswissenschaften und Öffentlichkeit“.
Die soeben gestarteten „Schumpeter-Fellowships für den Hochschullehrer- und Führungsnachwuchs in den Wirtschafts-, Sozial- und Rechtswissenschaften“ nehmen ebenfalls exzellente junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Blick. Es gilt, inhaltliche und methodische Fachgrenzen auszuloten; es geht um Kooperationen jenseits üblicher Fächerkombinationen und darum, fest gefügte Wissensräume gleichsam „von innen her“ aufzusprengen. Durchaus begrüßt wird, wenn in die jeweiligen Forschungsvorhaben auch thematisch angrenzende Disziplinen eingebunden sind – wie etwa Mathematik, Physik, Psychologie, die Kognitions- und Neurowissenschaften, die Ingenieurwissenschaften, Philosophie oder Geschichte. Pro Jahr wird die Stiftung etwa acht bis zehn Schumpeter-Fellowships vergeben; erstmaliger Bewerbungsschluss ist der 31. März 2007.