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Forschergruppen in den Geisteswissenschaften
Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat eine Modifizierung des Förderprogramms "Forschergruppen" für die Geisteswissenschaften beschlossen.
Forschergruppen in den Geisteswissenschaften können sich zukünftig durch die Kombination und Gewichtung mehrerer Programmmodule definieren, die eine Umgebung für produktive Wissenschaft bieten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können mit der Einrichtung einer Forschergruppe explizit den Anspruch verbinden, ein für ihr Forschungsgebiet sichtbares Zentrum aufzubauen. Das ausschlaggebende Kriterium für die Beurteilung von Forschergruppen ist damit nicht mehr notwendigerweise nur die Zahl und die Substanz von Teilprojekten. Vielmehr sollen gleichrangig Programmelemente Berücksichtung finden, die dem diskursiven Austausch Raum geben und Organisationsformen anbieten, die der Zentrumsbildung dienen. Zu diesen Programmmodulen, die weitgehend flexibel kombiniert werden können, gehören:
- Teilprojekte der herkömmlichen Art,
- Freistellung der die Forschergruppe tragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, damit sie sich für begrenzte Zeit ihren eigenen Vorhaben widmen können (Vertretungskosten),
- Fellow-Programm, mit dem für das jeweilige Themengebiet herausragend qualifizierte auswärtige Wissenschaftler als vollwertige Mitglieder in den Verbund integriert werden können,
- Forum-Aktivitäten, die eine Gelegenheit zum Austausch der beteiligten Wissenschaftler über die einzelnen Forschungsprojekte hinweg bieten,
- Forschergruppen-Professur, die einen strukturbildenden Beitrag an der Hochschule leisten kann, sowie
- Nachwuchsförderung durch Anbindung und Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses über Sommerschulen, eigene Nachwuchsgruppen, Forschungsstipendien oder Ähnliches.
Die Forschergruppen erhalten mit Einrichtung die Perspektive einer bis zu achtjährigen Förderung.
Ansprechpartner für weitere Informationen ist Dr. Jeroen Verschragen, Fachgruppe Geistes- und Sozialwissenschaften, Tel.: 0228/885-2202, E-Mail: jeroen.verschragen.mail.dfg.de.