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Schwerpunktprogramm 1259: "Intelligente Hydrogele"
Der Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung des Schwerpunktprogramms "Intelligente Hydrogele" beschlossen. Als Laufzeit sind sechs Jahre vorgesehen.
Hydrogele sind hydrophile Polymernetzwerke, die auf Eigenschaftsänderungen ihrer Umgebung (beispielsweise Temperatur, pH-Wert, Konzentration dritter Stoffe oder ein elektrisches Feld) reagieren können, indem sie quellen beziehungsweise schrumpfen. Sie werden als "intelligente" Materialien bezeichnet, da sie ihre Eigenschaften den äußeren Einflüssen anpassen oder gezielt zu Eigenschaftsänderungen stimuliert werden können. Diese Fähigkeit zur stimulierbaren Eigenschaftsänderung (Volumen, Festigkeit usw.) verleiht den Hydrogelen ein hohes Entwicklungspotenzial als zukunftsträchtige Funktionswerkstoffe für technische, biomedizinische oder naturwissenschaftliche Anwendungen.
Das Ziel des Schwerpunktprogramms ist es daher, einerseits durch die Entwicklung neuer Methoden zur experimentellen Bestimmung und theoretischen Beschreibung von Hydrogel-Eigenschaften Grundlagen über die Zusammenhänge von molekularer Struktur und Anwendungseigenschaften zu erarbeiten sowie andererseits Synthesestrategien zur gezielten Herstellung von Hydrogelen mit gewünschten Eigenschaften zu entwickeln.
Anträge für die erste zweijährige Förderperiode müssen der Geschäftsstelle der DFG in vierfacher Ausfertigung (gelocht, ungebunden, Anlagen vierfach) bis spätestens 6. Januar 2006 unter dem Kennwort "SPP 1259: Intelligente Hydrogele" vorliegen.
Zusätzlich werden alle Antragsteller gebeten, bis zum 18. November 2005 Projektskizzen (2 bis 3 DIN-A4-Seiten) an die Koordinatorin des Schwerpunktprogramms, Prof. Dr. Gabriele Sadowski, Universität Dortmund, Lehrstuhl für Thermodynamik, Emil-Figge-Straße 70, 44227 Dortmund, E-Mail: g.sadowski.mail.bci.uni-dortmund.de , zu schicken. Anhand dieser Skizzen wird sie im Vorfeld der Antragstellung Hinweise zur Abstimmung der Vorhaben beziehungsweise zu Kooperationsmöglichkeiten geben.
Inhaltliche Fragen zum Schwerpunktprogramm beantwortet Prof. Sadowski, Auskünfte zur Antragstellung erteilt der zuständige Programmdirektor der DFG-Geschäftsstelle, Dr.-Ing. Bernd Giernoth, Tel. 0228/885-2284; E-Mail: bernd.giernoth.mail.dfg.de.