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DFG verabschiedet Open Access Richtlinien
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat 2003 die so genannte „Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen“ unterzeichnet. Die DFG unterstützt die Kultur entgeltfrei zugänglicher Publikationen (Open Access), denn der ungehinderte Zugang erhöht den Verbreitungsgrad wissenschaftlicher Erkenntnisse, steigert somit die Sichtbarkeit der Autoren und trägt zu deren größerem Renommee bei. Nun hat die DFG Open Access auch in ihrer Förderpolitik verankert. Bei ihren Sitzungen im Januar 2006 haben Senat und Hauptausschuss der DFG empfohlen, geförderte Wissenschaftler zu ermuntern, ihre Forschungsergebnisse auch digital zu publizieren und im Open Access bereitzustellen. Um Sekundärpublikationen, also die zusätzliche Bereitstellung bereits anderweitig veröffentlichter Forschungsergebnisse im Internet durch die Autoren (self-archiving), rechtlich abzusichern, werden Wissenschaftler in DFG-geförderten Projekten darüber hinaus aufgefordert, sich diesbezügliche Verwertungsrechte vorzubehalten. Entsprechende Empfehlungen werden derzeit in die Verwendungsrichtlinien, die Bestandteil jeder Bewilligung sind, mit folgendem Wortlaut eingearbeitet:
„Die DFG erwartet, dass die mit ihren Mitteln finanzierten Forschungsergebnisse publiziert und dabei möglichst auch digital veröffentlicht und für den entgeltfreien Zugriff im Internet (Open Access) verfügbar gemacht werden. Die entsprechenden Beiträge sollten dazu entweder zusätzlich zur Verlagspublikation in disziplinspezifische oder institutionelle elektronische Archive (Repositorien) eingestellt oder direkt in referierten bzw. renommierten Open Access Zeitschriften publiziert werden.
An DFG-geförderten Projekten beteiligte Wissenschaftler sollten sich in Verlagsverträgen möglichst ein nicht ausschließliches Verwertungsrecht zur elektronischen Publikation ihrer Forschungsergebnisse zwecks entgeltfreier Nutzung fest und dauerhaft vorbehalten. Dabei können disziplinspezifisch Karenzzeiten von in der Regel 6-12 Monaten vereinbart werden, vor deren Ablauf das Einstellen bereits publizierter Forschungsergebnisse in disziplinspezifische oder institutionelle elektronische Archive nicht gestattet wird.
Bitte achten Sie auch darauf, dass in die Veröffentlichungen ein Hinweis auf die Unterstützung des Projektes durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft aufgenommen wird.“
Die überarbeiteten Verwendungsrichtlinien werden voraussichtlich ab April 2006 verfügbar sein.
Ansprechpartner für weitere Informationen ist Dr. Johannes Fournier, Tel.: 0228/885-2418, E-Mail: johannes.fournier.mail.dfg.de.