Universität Göttingen   >   FIT für die Wissenschaft

BMBF: Funktionelle Poröse Materialien / Koop. mit Japan
Das BMBF fördert internationale Verbundvorhaben in Wissenschaft und Forschung zum Thema Funktionelle Poröse Materialien zwischen Europa und Japan im Rahmen der European Interest Group CONCERT-Japan.
Beteiligte Länder: Japan, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Litauen, Polen, Spanien, Tschechische Republik, Türkei.
Gefördert werden multilaterale Verbundvorhaben im Bereich der wissenschaftlichen Forschung. Fachliches Thema der Fördermaßnahme ist Funktionelle poröse Materialien (Functional Porous Materials). In den vergangenen Jahren haben sich bei der Gestaltung von Stoffen und Materialien und der kontrollierten Einstellung ihrer Zusammensetzung und Struktur erhebliche und vielversprechende technische Möglichkeiten eröffnet, um Stoffe und Materialien mit neuen Eigenschaften auszustatten, die eine zentrale Rolle beim Aufbau nachhaltiger Gesellschaften und zur Lösung globaler Probleme spielen werden.
Die Themen der Projekte können unter anderem die folgenden Schwerpunkte umfassen:
* Entwicklung von hochentwickelten Trennmembranen zur wirtschaftlichen Reinigung von kontaminiertem Wasser und Luft,
* Entwicklung von funktionellen kristallinen porösen Materialien für die industrielle Anwendung als Sorptionsmaterialien und Katalysatoren,
* Entwicklung von ultraleichten und hochfesten Baumaterialien mit deutlich verbesserten aseismischen-seismischen Isolationseigenschaften durch die kontrollierte Poreneinstellung,
* Entwicklung von Materialien zur Energieumwandlung z. B. in Solarzellen,
* Entwicklung von Konversionsmaterialien für wiederaufladbare Batteriezellen,
* Entwicklung von Materialien für die Molekülerkennung wie Sensoren und Biomaterialien.
Die Forschungsgruppen sollen interdisziplinär zusammengesetzt sein und Wissen unter anderem aus der Chemie, Physik, Biologie, Technik, Informationstechnologie und Messtechnik vereinen. Ihre Arbeit soll über die reine Grundlagenforschung hinausgehen und sich mit weltweit nachgefragten industriellen Anwendungsmöglichkeiten befassen. Die Einbeziehung industrieller Partner sowie relevanter Stakeholder von Beginn an wird begrüßt.
Das Antragsverfahren ist für deutsche Antragsteller zweistufig. In der ersten Verfahrensstufe sind Projektskizzen bis 11. Juni 2018 einzureichen.